Neonazistischer Brandanschlag zum Pogromnachtgedenken

VVN-BdA Logo    Die Berliner VVN-BdA schließt sich der Protesterklärung ihrer Köpenicker Bezirksorganisation an. Wir verurteilen den neonazistischen Brandanschlag Anton-Schmaus-Haus der Falken in Britz und sprechen den Betroffenen unsere wärmste Solidarität aus.

Anstatt die Einführung der sogenannten „Extremismusklausel“ in Berlin zur Verhandlungsmasse in den Rot-Schwarzen-Koalitionsverhandlungen zu machen und antifaschistisches Engagement unter Generalverdacht zu stellen, fordern wir die SPD und ihre Verhandlungspartnerin, die CDU auf, klare Signale gegen Neonazismus zu setzen und die Arbeit zivilgesellschaftlicher Initiativen gegen rechts zu unterstützen.

 

Der Vorstand der Berliner VVN-BdA e.V.

 

 

VVN-BdA Köpenick e.V.                                                                den 9. November 2011

 

Das kann doch nicht wahr sein!

 

Vor knapp einem halben Jahr – unmittelbar nach dem 78. Jahrestag der Köpenicker Blutwoche - protestierten wir gegen den Brandanschlag auf das Anton-Schmaus-Haus in Britz.

Kurz vor der Behebung des Schadens und der geplanten Wiedereröffnung wird nun wieder alles zerstört, wieder an einem Jahrestag von Nazi-Terror. Heute vor 73 Jahren brannten die Synagogen.

Das waren wohl kaum „unpolitische Autozündler“! Hier sollte die interessante Arbeit des Anton-Schmaus-Hauses untergraben und ein politisches Zeichen gesetzt werden.

Wie lange dürfen sie das ungestraft? Hat man denn die Täter vom Juni 2011 erwischt?

 

Es schmerzt uns immer besonders, wenn nicht mal mehr die Achtung und Totenruhe der  Nazi-Opfer respektiert wird.

1934 starb Anton Schmaus im Polizeigefängnis, angeschossen  und gequält, sein Vater wurde im eigenen Heim erhängt,
die Mutter schwer misshandelt, Geschwister wurden ins Exil getrieben bzw. in Konzentrationslager gesteckt –
die Familie war faktisch zerstört, ein halbes Jahr nach Machtantritt der Nazis.

Und nun die erneute Brandstiftung!

Unsere Mitglieder haben noch den NS-Terror erlebt und können sich nicht vorstellen, wie so etwas möglich ist.

 

Unsere Solidarität gehört den Mitarbeiterinnen und Besuchern des Hauses.

 

Auch weiterhin werden wir alle zivilgesellschaftlichen Initiativen gegen rechts unterstützen.

Wir erwarten aber auch Aufklärung und Bestrafung der Täter.

 

Hanna Wichmann

Geschäftsführerin

-- 
______________________________

Berliner VVN-BdA e. V.
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